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Dass wir früher aus der Heimat zurückgekehrt sind, hat immerhin den Vorteil, dass Shanti etwas früher bei uns einziehen konnte.

Was für ein Schnüggel sie doch ist! <3

Obwohl sie doch grade erst bei uns angekommen ist, zeigt sie sich schon sehr neugierig und ist alles Andere als extrem scheu. Ich bin mir sicher, sie wird uns allen in der Familie noch viel mehr Freude bringen...

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13
Aug
Heimat!

Ja, da steht ein Ausrufezeichen, denn der Ort, an dem mein Herz zu Hause ist, erfüllt mich jedes Mal aufs Neue mit Kraft und Freude! <3

Einmal mehr waren es schöne, sommerliche und ereignisreiche Tage. Wie gewohnt umfasste die Reise dabei mehrere Etappen, in unterschiedlichen Regionen des ganzen Landes.

A fekvőhelyes kocsi
Budapest: Duna, Gellért-hegy és Szabadság-szobor

Zwischenetappen: Reise & Budapest

Wie üblich sind wir per Zug nach Ungarn gereist, das schont das Klima und ist im Grunde sehr bequem: Man steigt abends in Züri ein, lässt sich vom Zug in den Schlaf wiegen und wacht morgens ausgeruht im Herzen Ungarns wieder auf.
Wir legen alle unsere Reisen im Land mehrheitlich mit dem Zug zurück, abgesehen von Stadtbussen und Strassenbahnen... Das Schienennetz ist gut ausgebaut und das Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmittel ist unkompliziert, von allfälligen Baustellen und entsprechenden Umleitungen mal abgesehen.

Budapest selbst haben wir auf dieser Reise lediglich als Station auf der Durchreise in alle Himmelsrichtungen erlebt. Wir waren schon sooooo oft in dieser schönen Stadt, dass ich sie wohl inzwischen besser kenne als die Winkel meines Zimmers in der Schweiz... Nichtsdestotrotz war ihr sommerliches Flair gut spürbar, denn aufgrund des Sziget-Musikfestivals tummelten sich viele Besucher in meinem Alter in dieser malerischen Hauptstadt.

Und so war es einmal mehr eine grosse Freude für mich die Freiheitsstatue, dieses Sinnbild all meiner Werte, wieder mal zu erblicken! Ihr Strahlen, ihre Anmut berührt mich immer tief, wie wenn ich in das Gesicht einer Mutter blicke, die Mutter dieser liebevollen Nation. <3

Miskolc
Terasz
Görögdinnye sárgahúsú
Arany kereszt medálok
Miskolctapolca Barlangfürdő
Miskolctapolca Barlangfürdő
Újmassai őskohó
Lillafüredi vízesés
Bükk hegység és Hámori-tó
Diósgyőri vár
Diósgyőri vár
Szűz Mária, Mindszenti templom
Avasi műemlék temető

Erste Etappe: Miskolc

Unser erstes, "richtiges" Aufenthaltsziel in diesem Urlaub war die Stadt Miskolc. Diese ist noch nicht so extrem von Touristen überflutet und besitzt entsprechend noch den typischen, ungarischen Charme.
Wir hatten eine richtig hübsche und grosse Wohnung im Herzen der Stadt, mit Balkon und Blick auf einen kleinen, grünen Park im Innenhof. Es waren herrliche Tage, in denen wir gemeinsam durch die Stadt flanierten und abends gelbe Melone zum Abendbrot verdrückten — diese scheint in der Schweiz leider unbekannt, dabei schmeckt sie aromatischer und süsser...

Wir sassen jedoch nicht nur faulenzend herum und zockten PokémonGO, das sähe wohl keinem von uns ähnlich. Stattdessen haben wir zahlreiche Ausflüge unternommen, beispielsweise in die Lunge des Landes, den Bükk-Nationalpark. Mit der Waldeisenbahn reisten wir bis nach Lillafüred und bestaunten dort die historischen Bauten inmitten des satten, sommerlichen Grüns.

Oder wir legten einen Badetag im nahen Felsenbad ein, einer Thermalquelle, die quasi direkt dem Berg entspringt und eine wahre Wohltat für Körper und Seele ist.

Ausserdem bewunderten wir die Kulisse der Diósgyőr-Burg, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, quasi mitten in der Stadt. Die Festung, die dank EU-Geldern wieder in Stand gesetzt werden konnte, ist ein imposantes Bauwerk, in dessen Innenhof heutzutage wieder viele Mittelalter-Spektakel stattfinden.

Nebst unseren Abenteuerausflügen verbrachten mein Brüderchen und ich viel Zeit in der Stadtkirche, im Gebet. Als Andenken an Miskolc trage ich nun ein Kreuz aus echtem Gold über dem Herzen! Und bei allem, was mir heilig ist, ich liebe es und möchte es nie mehr ablegen! <3

Hotel Klastrom, Rába kettős híd
Hotel Klastrom
Hotel Klastrom
Hotel Klastrom
Házi oltár
II. János Pál pápa a Klastrom
Kármelita templom
A loretoi-kápolna
A Héderváry-kápolna, Győri bazilika

Zweite Etappe: Győr

Von Miskolc her ging es wieder zurück nach Budapest und von dort aus nach Győr. Dieses beschauliche Städtchen ist nicht nur eine wichtige Station auf dem ungarischen Pilgerweg, es befindet sich schon fast bei meinem geliebten Heimatdörfchen Bük...

Győr war eher eine spontane Idee, die sich jedoch durchwegs lohnte, denn die Tage dort waren für uns mit Abstand die Schönsten während der ganzen Reise! Es ist, als hätte der Herr selbst uns geführt, als er mir die spontane Eingebung für das Hotel Klastrom gab, welches mir bis dato gänzlich unbekannt war: Bei diesem Hotel handelt es sich um ein ehemaliges Kloster mit einer bewegten und historischen Geschichte. In den 90ern residierte selbst der Papst in diesen Mauern!

So verbrachten wir erneut fast jede freie Minute in der angrenzenden, prachtvollen Karmelitenkirche, wo wir sogar an einer Eucharistiefeier teilnehmen konnte. Die Ungaren halten den Glauben hoch, der ihrem Land Wohlstand und Wachstum brachte und bis heute wird die Eucharistie noch mehr geehrt als anderswo, habe ich den Eindruck...

So verbrachten wir also die Tage inmitten dieser klösterlichen und wohltuenden Idylle, mit den Glocken der Klosterkirche als Wecker, umgeben von guten Restaurants und der Idylle in der Dämmerung, wenn sich auf dem Freiheitsplatz im Herzen der Stadt Jung und Alt treffen, um abends an den Brunnen gemeinsam zu spielen und Zeit zu verbringen. Ich liebe das Volk der Magyaren, dieses Volk, das wie eine einzige grosse Familie ist, offenherzig und freundlich... <3

Nur schweren Herzens verliessen wir das Kloster und zogen weiter gen Süden, dafür mit unserem eigenen Reisealtar im Gepäck!

Zarándok pecsét
Szegedi Dóm
Városháza
Boldogasszony anyánk
Nyúl a Szent János Hotel
Hotel Auris

Dritte Etappe: Szeged

Auch im Süden des Landes wuchs die Sammlung der Pilgerstempel weiter an, als wir die gigantische Kathedrale der Stadt aufsuchten. Szeged war als Ausspannung eingeplant, so verlebten wir eher ruhigere und lockere Tage mit vielen PokémonGO-Routen und Shoppingtouren.

Da der Gesundheitszustand unserer Mutter jedoch nicht optimal war, kehrten wir sicherheitshalber früher in die Schweiz zurück... Mein Herz blutet, jedes Mal. Aber die Gesundheit meiner Liebe geht vor, ganz klar.

Ausserdem, davon bin ich überzeugt: Es war nicht die letzte Reise in die Heimat, die unsere Herzen immerzu ruft.
Ich bewahre all die schönen Erinnerungen, bis es endlich wieder nach Hause geht!

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Hallo zusammen,

keine Panik, ich lebe noch. ;)
Die letzten Wochen waren lediglich sehr einnehmend.

Meine letzten Arbeitstage habe ich sehr genossen, ohne Prüfungsdruck, ohne alles. Der Abschied fiel sowohl einigen Klienten als auch mir etwas schwer. Ich liess es mir darum nicht nehmen, für jeden Klienten und für jedes Teammitglied ein persönliches Abschiedsgeschenk zu besorgen. Ich werde mit Sicherheit auf Besuch gehen — ich habe noch nie jemanden vergessen, ausserdem schätze ich die idyllische Klosterinsel von Rheinau auch privat. Der lange Weg ist es mir allemal wert.

Aktuell ist meine letzte "Ferien"woche vollgestopft mit Bewerbungsgesprächen, intesiven Gebeten, immer wieder neuen Diätanläufen, ärgerlichem Dorfleben, Putzorgien und dem Packen der Koffer. Am Sonntag Abend geht es endlich, endlich wieder zurück, in mein geliebtes Ungarn!
Bis dahin gibt es noch viel zu tun...

So zum Beispiel der heutige Besuch im regionalen Tierheim. Dort besuche ich Shanti, eine herzige Zwerghamsterdame, die vor drei Wochen von einem herzlosen Menchen inmitten von Zürich Schwamendingen auf dem Trottoir ausgesetzt wurde. Jetzt sucht sie ein liebevolles Zuhause, das sie bei uns ab Mitte August erhalten wird.

Wir lesen uns in etwa zwei Wochen wieder hier.
Ich werde Euch von jedem, gesegneten Tag ein paar Bildimpressionen mitbringen.

Viszlát, bis bald! <3

Novenen-Gebet
Shanti
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Headbanger-Corner

Heute gings mit einem begeisterten Brüderchen ans Stadtfest nach Winterthur.

War nett, sie hatten nebst ungarischem Flair wie Lángos und Bogenschiessen sogar brauchbare Musik, womit ich ehrlich nicht gerechnet hatte.

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Falls mich jemand bei PokémonGO begleiten mag, ich würde mich sehr freuen!
Gemeinsam nerdet es sich einfach schöner... ;^)

Trainer-ID
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28
Jun
Ein Abschied

Heute fand die Urnenbeisetzung einer meiner Bezugspatienten statt, auf dem Stadtfriedhof von Winterthur.

Es war die erste, katholische Beerdigung, der ich (bewusst) beiwohnte; dennoch war sie trotz der Standardprozeduren, die ich als nicht minder innig empfand, indiviuell gehalten und alle verbelibenden Patienten und Anwesenden wurden aktiv miteinbezogen. Sein langjähriger Mitbewohner erwähnte nebst einem rührenden Gebet in Versform, dass Peter lange Zeit vor jedem Essen still wurde und betete.

Ich selbst war still und verhielt mich bewusst zurückhaltend, auch wenn in meinem Inneren viel los war. Ich hatte viele "kleine" Momente des Alltags vor Augen. Ich erinnerte mich daran, dass ich vor nicht allzu langer Zeit seine gesamte Akte für das Altersheim zusammentrug. Ein Leben kann so viel umfassen... Und all das kann von einem Windhauch davongetragen werden, wie eine Flamme in der Zugluft, plötzlich und kalt. Ein ganzes, langes Leben.

Mir wurde bewusst, dass selbst eine noch so unscheinbares Licht eine Lücke hinterlässt, einen schwarzen, dunklen Fleck inmitten der Wenigen, die ihr Licht der Erinnerung dafür umso heller erstrahlen lassen.
Es kamen viele Menschen an diesem Tag zusammen... Und jeder hatte seine eigene Beziehung zu diesem besonderen Menschen, selbst ich, die ja nur ein Jahr auf dieser Station verbringt und ihn noch nicht so lange gekannt hat.

Ebenso bedauerte ich den Tod des Patienten, der ihn so rasch und kräftezehrend ereilte... Und die Patienten, welche diesen Zerfall bewusst und vielleicht auch hilflos beobachteten. Pankreaskrebs ist echt ein *****, sorry.
Umso schöner fand ich es, wie sich alle Patienten tadellos und anstandsgemäss verhalteten, trotz ihrer unterschiedlichen Ticks und Probleme. Ich fand ihren würdigen Umgang nahezu beeindruckend und ein wunderbares Symbol der Wertschätzung gegenüber einem Menschen, den sie bereits jetzt liebevoll und lebendig in Erinnerung halten.

Auch die Verwandtschaft haben ihrem geliebten Menschen ein liebevolles Denkmal gesetzt, mit persönlich gestalteten Trauerkärtchen und einem offenen Herzen gegenüber so vielen Fremden... Ich wünsche ihnen allen nur das Beste in dieser schweren Zeit. Ich weiss selbst, wie schnell die ersten Wochen, Monate einfach dahinfliegen können...

Ich bin dankbar, lieber Peter, dankbar für alles, was Sie mich gelehrt haben.
Und ich bin zuversichtlich, dass Sie kein Leid mehr kennen müssen, sondern von unserem Vater liebevoll an der Hand genommen wurden.
Bis irgendwann, hoffentlich. Es würde mich sehr freuen. <3

Licht der Hoffnung
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26
Jun
Seht mal...!
Kaibagotchi

Was sogar schneller als das Diplom eingetroffen ist, zu dessen Feier es gedacht ist! Selten so ein tolles, wunderschönes Geschenk erhalten und bin überglüklich. <3

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Ganz anstrengender Dienst heute!
Erst Kampfkuchenessen am Gartenfest, und jetzt dann gleich Knusperkür beim Fussballabend... ;)

Nee, ernsthaft: Ich geniesse solche Tage. Man verbringt als Betreuerin besonders viel Zeit mit den Leuten und das ist einfach nur schön. <3

Serbia vs. Suisse
Unser Mannschaftskapitän ;)
Fressbalken
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Vom Klimaschutz bis zur Humanität in einer zunehmend egoistisch erscheinenden Gesellschaft... Ich denke, damit ist alles gesagt.

Lasst Euch nicht (auch noch) zerfressen.
Macht Euren Kummer und Eure Angst nicht nur mit Euch selbst aus, denn keiner ist damit allein. Wir stecken alle mit drin. Alle!

Geht mit guten Beispielen voran.
Gebt nicht auf.
Hinterfragt, auch Euch selbst.
Zeigt, dass es anders geht und dass es noch so viel Gutes gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt.
Hofft.

Wieder und wieder und wieder und wieder!

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Nach meiner gestrigen twitter-Debatte zur revidierten Haltung von Papst Franziskus gegenüber Homosexuellen sowie der Nachricht zum aktuellen Skandal aus Küssnacht finde ich es schon sehr... eindrücklich... wie mir der Herr meine aktuelle Lektüre im Buchladen förmlich an den Kopf geschossen hat.

Der Einsiedlermönch Martin Werlen spricht in seinem Buch schonungslos und doch einfühlsam die Problematik der riesigen und entsprechend sehr träge agierenden Kirchen-Maschinerie an, die sich zunehmend von der Dynamik ihrer Anhänger entfernen zu scheint. Gleichzeitig zeigt er mit Lösungsvorschlägen an, dass noch nicht alles verloren und verdammt ist und dass es sich umso mehr lohnt für ein Miteinander beherzt zu kämpfen.

Ich fühle mich von diesem Gedanken sehr "abgeholt" und erinnere mich dabei an die Aussage einer deutschen Studentin, die sich dafür einsetzt, dass auch Frauen das katholische Priesteramt irgendwann erfüllen können: "Die Kirche ist meine Familie. Wie oft ist man mit seiner Familie nicht einer Meinung? Wie oft streitet man sich in aller Heftigkeit? Weil einen das Gegenüber nicht egal ist. Meine Familie bleibt meine Familie, trotz allem. Und deshalb lohnt es sich zu kämpfen."

Zu spät.
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Flower-Power

Auf twitter gibt es von vielen Usern jeweils ein #Montagslaecheln, um dem vermutlich unbeliebtesten Wochentag ein freundliches Gesicht zu verleihen.

Mein Lächeln gibt es ab sofort wieder mit Blumen im Haar.
Warum?
Weil der Sommer fast da ist.
Weil auch in Metalschwarz noch immer (resp. auch) ein Hippieherz in mir wohnt.
Weil es die Menschen um mich fröhlich zu machen scheint.
Und weil ich gepflegt drauf sch****e, ob mir wer vorschreiben will, ob das altersgerecht oder was auch immer ist. Ich bin Künstler, von Natur aus nie kompatibel mit der Norm gewesen und das ist auch absolut okay so.

Peace! <3

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Da der deutsche Astronaut Alexander Gerst einmal mehr die Welt mit seinen eindrücklichen Aufnahmen aus dem All begeistert, habe ich das einfache Schwarz für die Nägel mal weggepackt und sie heute stattdessen als kleine Hommage passend lackiert. Ich liebe die funkelnden Highlights in diesem schwarzen Lack, die mich an so manche Aufnahme der NASA erinnern...

Mal sehen, wie lange er in meinem fordernden Alltag hält. ;)

"1000 light years away"
Natur
Flash
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Ich liebe es, wenn das Wasser die schweren Gedanken fortspült und uns als leichte, unbeschwerte und glückliche Kinder trägt... <3

Hanon Hosho
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Aktuelle Tierwelt

Heute ist mir im Dorfladen direkt die aktuelle Tierwelt ins Auge gestochen. Was für eine süsse Hamsterbacke! <3
Obendrein bieten die Recherchen zu den putzigen Nagern hervorragende Angaben zur korrekten, tierfreundlichen Haltung dieser anspruchsvollen Tiere. Finde ich richtig toll und sehr empfehlenswert!

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09
Jun
Pilatus
Pilatus
Gipfelsicht
Pilatus vom Schiff aus
Auf dem Vierwaldstättersee

Heute ging es mit meiner Stationsgruppe auf den Pilatus, unter dem ich wortwörtlich litt, nicht nur wegen des Ohrendrucks, sondern auch wegen unerklärlicher, extremer Rückenschmerzen... Als hätte man mir wirklich ein schweres Kreuz auf den Rücken zum Schleppen geschnallt. War echt kurios!

Dennoch war es ein schöner Ausflug, ich genoss die Qualitätszeit mit den Patienten sehr und tauschte mich mit ihnen über die faszinierenden Sagen zu diesem Berg aus, die ich in meinem permanenten Herminestrebermodus natürlich unbedingt alle vorab recherchieren musste.
Der Gipfel wirkte selbst im Nebel imposant auf mich.
Die Seilbahnen, die uns hinaufbrachten und die weltrekordhaltende Zahnradbahn, die uns wieder hinunterbrachte, waren allesamt sehr eindrücklich und ich habe das Ohrensausen dabei erstaunlich gut überstanden.

Im Anschluss ging es mit dem Schiff zurück nach Luzern. Unten erwartete uns wieder sommerliches Wetter und einen nicht minder beeindruckenden Ausblick.

Schliesslich kehrte ich mit einem Bergkristall und vielen, schönen Erinnerungen nach Hause zurück.

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04
Jun
Naturgewalt
Taktik ist der Schlüssel

Derzeit besteht mein Leben hauptsächlich aus lernen, Panik schieben, zu wenig Schlaf, mehr Panik schieben und noch mehr lernen... Selbst das Gamen in jeglicher Form ist derzeit fast komplett auf den Nullmodus zurückgeschraubt, denn vor uns liegt eine Mammutprüfung, welche nahezu unmachbar scheint.

Ich hoffe, Ihr seht mir mein Schweigen hier nach.

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Ich habe heute einen freien Tag und wollte eigentlich nur Bahnenschwimmen gehen... Stattdessen schleppte ich erst eine Taube zur Stadt, die ich auf dem Weg zur Zugstation antraf. Sie zeigte keine Abwehr (was auf dem Land eher ungewöhnlich ist), flog aber auch nicht weg. Das machte mich stutzig und so wollte ich sie nicht einfach zurück lassen.

Brav liess sich die kleine Taube von Weych bis nach Kaiserstuhl tragen, zwei Kilometer weit, wo wir wundersamerweise sogar noch die Regiobahn erwischten, die nur stündlich fährt. Ohne Aufstand fuhr sie mit mir eine halbe Stunde brav im Zug, bis nach Bülach, wo ich sie aufs Polizeirevier brachte.

Dort staunte man nicht schlecht über das artige Kerlchen und versprach mir eine Lösung zu finden. Ich hoffe, diese kleine Friedenstaube hat ihr Abenteuer wohlbehalten überstanden.

Wilde Taube
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30
May
Unwetter

Bei uns verwandelt sich die Terrasse gerade in einen alternativen Swimmingpool, während die undichte Bruchbude zeitgleich an drei Stellen Dammbruch erleidet...

Solch schwere Unwetter gibt es hier selten und wenn, dann dauern sie höchstens zwei Minuten... Aber nicht eine halbe Stunde lang, so, wie jetzt...!

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Heute stand das Fachgespräch im Zürcher Volkshaus an.
Ich ass meinen Mittagsimbiss extra beim PrimeTower, um mich mental etwas zu beruhigen... Genützt hat es leider wenig.

Stattdessen leierte ich meine Fallpräsentation ohne zu atmen herunter, vergass dabei einen der vorbereiteten Flips und laberte auch sonst so viel, dass einige Fragen mit "hat sie schon beantwortet" gestrichen wurden.

Meh... Ich bin so froh, wenn dieser Zirkus endlich durch ist...

Flipchart-Kirtzelei
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Budapest gilt als Stadt der Brücken. Und ein ungarisches Sprichwort besagt: "Verlasse Dich nicht auf den Zufall, doch baue ihm goldene Brücken."

Nun... Spaghetti sind gewissermassen auch goldfarben, daher passt des wohl schon mit der aktuellen Spaghetti-Brückenbau-WM in der Hauptstadt. ;)

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Heute hat mich beim Wocheneinkauf "der Spiegel" förmlich angesprungen.

Nicht nur spannend im Bezug auf die kritische und objektive Sicht des eigenen Glaubens, zu der eben auch die äusserst dunklen Kapitel der Geschichte gehören, sondern auch sehr interessant zum Beispiel in der Reportage rund um das (für mich völlig unverständliche) Phänomen "Frei.Wild" usw.

Der Spiegel Nr. 21/18
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Gesegnetes Kreuz
Vaterunser im Kreuz

Hab heute ganz spontan ein Vaterunser gebetet, als die Kirchenglocken der nahen, reformierten Kirche in unserem Dorf um 11 Uhr morgens zu bimmeln begann. In Weych, seit jeher meine Heimat, läuten die Glocken jeweils um 6 Uhr morgens, um 11 Uhr vormittags und um 18 Uhr abends. Dieser Brauch ist also trotz der Reformation im Kanton Zürich erhalten geblieben, wenn auch die Bedeutung davon inzwischen mehrheitlich wohl eher vergessen ging... Traditionell beten die Reformierten, wenn überhaupt, jedoch nicht das katholische Angelusgebet, sondern einfach nur das Vaterunser.

Ich mag den Klang der Kirchglocken. Sie erinnern mich nicht nur an meine Kindheit, in welcher das "Elfiglögglilied" ein fester Bestandteil war, sondern ich mag auch die vertrauten und beschwingten Tonfolgen, welche den Alltag im Dorf je nach Zeit und Zweck unterschiedlich (lang) untermalen.
Vor allem erinnern sie mich jedoch an den
ehemaligen Sigrist unseres Dorfes, welcher viel über die Dorfgeschichte wusste und, wie der Rest seiner Familie, ein Christ im Leben war, der nicht nur "frömmelte", sondern seinen Glauben auch lebte. Während seine Frau die Hebamme bei meiner Geburt war und bis heute eine Freundin der Familie blieb, wurde er der Patenonkel meines geliebten Brüderchens. Er kümmerte sich stets sehr warmherzig um ihn, weswegen er heute noch jeden Tag(!) von ihm erzählt, obwohl er schon einige Jahre verstorben ist...
Schade, dass er den kompletten Jakobsweg nicht mehr zu Ende schaffen konnte.

Immerhin: Die Erinnerung an Werni lebt weiter. Jedes Mal, wenn wir "seine" Glocken singen hören.

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Was für ein eindrückliches Zeichen zum Pfingstabschluss...! :)

Himmelsbrücke
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Heute war das Wetter überraschend gut; so habe ich mir mein Brüderchen geschnappt und wir wagten einen Trip ins Grüne, das wir so sehr lieben.

Gemeinsam sind wir auf Schleichwegen rund um den Sanzeberg, bis zum eher unbekannten Erdmannliloch. Dabei handelt es sich um die einzige Grottenburg(ruine) des Kantons Zürich, die extrem abgelegen liegt. Dort picknickten wir gemütlich Vollkornsandwiches und frisches Obst, während wir einen herrlichen, sommerlichen Ausblick genossen.

Anschliessend wanderten wir weiter, Richtung Fisibach, wo wir der St. Agatha-Kapelle einen Besuch abstatteten, die sich nur unweit des Wohnblocks befindet, in dem unsere Eltern in den 70ern/80ern wohnten.
Als Pfingstgruss brachten wir, nebst Kollekte und frischen Trauben als biblisches Symbol der Ernte, einen Strauss aus Viererlei:
° Vergissmeinnicht, ein Symbol der Dreifaltigkeit und der Treue
° Kamille, als Symbol für alle Brüder und Schwestern des Klosterlebens
° Spitzwegerich, ein Symbol für Pilger und Reisende
° und eine Pusteblume, als Symbol für das Weitertragen der Botschaft Gottes
Wie wir so wanderten und ich meine Freude an all den Kräutern hatte, machte ich mir ein schlechtes Gewissen aufgrund meiner Vergangenheit... Aber der Herr schickte mir eine Eingebung des Friedens und der Liebe, wissend, dass ich mein neues Leben nicht missen möchte und gütig, dass er mir nichts raubt, was gut ist.

Schliesslich wanderten wir über den Sanzeberg wieder zurück, vom Aargau in den Kanton Züri, von Nachbardorf zu Nachbardorf. Der Wald spendete trotz des sportlichen Kraftaktes Kühle und wohltuende Ruhe.

Blick auf den Weycher Höbrig
Erdmannliloch
Im Inneren der Grottenburg
Pusteblume
Altar der Fisibacher Agathakapelle
Zutrauliche Herde
Blick von Fisibach nach Weych
Sportsurviverselfie mit Brüderchen :)
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رمضان مبارك

Ich wünsche allen Muslimen von ♥ einen guten Start in den Ramadan!

Wie viele Christen bete ich ab heute 30 Tage lang zum Wohl unserer Glaubensbrüder. Ja, denn ich bin überzeugt: Auch sie sind unsere Brüder, genau wie das jüdische Volk, haben wir doch alle den selben, göttlichen Ursprung.

Ja, auch ich habe Angst vor der kulturellen Überfremdung vermittelt bekommen und mehr verinnerlicht, als es mir im Grunde genommen lieb ist.
Ja, ich bin mir bewusst, dass weltweit in 60 Ländern Christen durch Muslime verfolgt werden.
Aber Jesus hat uns gelehrt auch für unsere Feinde zu beten, für diese vielleicht sogar noch mehr, da sie oft nicht mit so einem erfüllten Leben gesegnet sind, wie wir. Jedoch bete ich in diesen Tagen bewusst nicht dafür, dass mehr Muslime zu Christen werden.

Warum nicht?
Ganz einfach: Der Herr lässt sich schon von denen finden, die ihn finden sollen, so war und ist es z.B. auch bei mir. Ich vertraue darauf, dass er weiss, was er tut. Die Erlösung durch Anerkennung unseres Herrn Jesus Christus mag ich ihnen natürlich allen gönnen und wünschen.

Ich habe im Grunde kein Problem damit, dass Muslime nun mal Muslime sind.  Auch sie achten das hohe Göttliche und bemühen sich als grosser Teil darum gute Menschen zu sein. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom... Wer bin ich, dass ich über einen anderen Weg urteilen kann?

So bete ich hauptsächlich weiter um gegenseitiges, kulturelles Verständnis, Begegnungen im Frieden und vor allem im persönlichen Dank, im Wunsch und um Schutz und Segen für all die Glaubensbrüder und -schwestern, die die Leben meines Liebsten und das Meinige stets in liebevoller Begegnung segnen.

Im Westen werden Muslime derzeit sehr pauschalisiert betrachtet. Ich selbst habe nahezu alle meine Ängste von den Medien vermittelt bekommen und von Leuten, die für diese Medien empfänglich sind.
Keine Muslima wollte mir je persönlich ihr Kopftuch aufzwingen.
Kein Muslim, den ich persönlich kenne, hat jemals auf der Arbeit gejammert, weil er hungernd und durstig schwere Arbeit verrichten muss.
Keinen Gläubigen habe ich je persönlich erlebt, der das Christentum oder regionale Brauchtümer angegriffen hat.

Stattdessen ist da die überaus herzliche Klassenkameradin, die stets ein heiterer Sonnenschein ist.
Da ist die Arbeitskollegin der benachbarten Station, mit der ich ab und an immer mal wieder ein paar nette Worte wechsle.
Da war der ehemalige Arbeitskollegen auf einer meiner früheren Ausbildungsstationen, der regelmässig Blut spenden geht.
Da ist der Chauffeur meines Bruders, der meiner Mutter bis heute nicht vergessen hat, dass sie ihm einfach im Anstand begegnet ist.
Da ist unser Mieter, der uns das halbe Haus in Dankbarkeit für einen fairen Mietpreis renoviert hat.
Alle sprechen übrigens perfekt Schweizer Dialekt. Alle halten sich in einer Selbstverständlichkeit an die regionalen Bräuche. Ich empfinde sie als festen Bestandteil der Bevölkerung, vielleicht sind sie mir sogar lieber als mancher Schweizer und ich bin aufrichtig dankbar, so liebe Menschen in meinem Leben wissen zu dürfen und folglich wünsche ich ihnen nur das Beste, weit über diese Phase des eisernen Verzichts hinaus.

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Die praktische Prüfung ist endlich durch!!! :)

Ich habe viele Kleinigkeiten in der Nervosität vergeigt, aber letztendlich ist das Durchkommen wichtig.

Ganz, ganz lieb fand ich die mutzusprechenden Gesten meiner Kollegen und Klienten. Es ist schade, wie schnell die Zeit hier vorbei rast...

Awwww!
Glücksblumen
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Hoffnungsschimmer

Ab heute wird es ernst... Heute beginnt die praktische Abschlussprüfung.

Für mich besteht sie heutige Prüfungssequenz aus dem Richten der Wochenmedikamente, zusammen mit den Klienten.
Morgen gebe ich einen Rapport an den Spätdienst weiter und übe mit einem Patienten am Computer, übermorgen wird dann der letzte und vollste Tag: Die gesamte Morgenbegleitung der Gruppe inkl. Abgabe der Medikamente, direkt darauf die Menüplanung und Zubereitung des Mittagsessens für das gesamte Wohnheim, zusammen mit einem Klienten. Im Anschluss wird ein Fall detailliert protokolliert, dann habe ich zumindest diesen grössten Prüfungsteil hinter mir.

Ich bin schon recht nervös, trotz meines sehr guten und fairen Ausbildners... Wenn ich in dieser Ausbildung versage, versage ich als Schwester und reisse meine ganze Familie mit ins Unglück. Zumal liebe ich diesen Beruf, der für mich mehr als "nur" ein Beruf ist. Ein Versagen könnte ich mir persönlich nie verzeihen.

Gerade eben schickte mir der Herr durch die dicke, graue Wolkendecke einen grellen Sonnenschein! Ich bin zuversichtlich, dass er mich in diesen dunklen Stunden nicht alleine lässt.

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Heute marschierte ich mit meinem Brüderchen vom Ufer des Zürisees bis zum Kloster von Einsiedeln.

Über vier Stunden dauerte der Marsch am Fusse des Höhronen entlang, aber das Wetter war traumhaft, der Ausblick atemberaubend und die inneren Erkenntnisse tiefgreifend, während wir immer wieder Pausen einlegten, Rüebli mampften und den Kitsch der Schweizer Alpen (in der Ferne) auf uns wirken liessen. Ich war froh um das leichte Gepäck, das lediglich aus meinem Rucksack bestand, denn der Weg war lang und steil.
Es war ein Minivorgeschmack auf das, was ich mir im Leben als grosses Ziel gesteckt habe: Die Bewältigung des klassischen Jakobweges.
Ich weiss auch nicht, warum mich diese Thematik so stark ruft. Die Wegweiser in der Schweiz sind mir schon oft ins Auge gestochen, noch bevor ich (zurück) zum Glauben fand... Oft führen die Routen an stille Plätze inmitten der Natur, wo lediglich der Herr selbst zu walten scheint. Die Atmosphäre an diesen Stationen berührt mich oftmals sehr, ich kann dort meine Gedanken ordnen, lauschen und Ruhe finden, ähnlich der
Wanderung vom 1. Mai, welche ebenfalls auf einem Jakobsweg lag.

Ob ich dieses Vorhaben in die Tat werde umsetzen können, oder ob es nur zur Rückfindung innerhalb der Schweiz reicht, von der ich mich oftmals und eher zunehmend distanziert fühle, wird sich zeigen. Der HERR wirds schon richten.
Für heute genossen wir gemeinsam das Auspowern beim entspannten Laufen. Mein Bruder zeigte, im Gegensatz zu meiner schweren Wampe, keinerlei Erschöpfungsanzeichen, im Gegenteil, beim Sport blüht er regelrecht auf, erst recht inmitten der Natur. Mit einem triumphierenden Grinsen erreichte er schliesslich als Erster von uns den imposanten Marienbrunnen vor dem Kloster. Im Anschluss entzündeten wir Kerzen in der Turmkapelle des Benediktinerklosters, wo es ruhiger war als beim "Brandherd" der zahlreichen Kirchenbesucher. Ebenfalls konnten wir unsere Anhänger von einem Priester segnen lassen: Mein Bruder wollte dabei seine wunderätige Medaille, die er sonst immer trägt, erst beinahe nicht auf die Segensbank vor dem Altar ablegen. Letztendlich hat er sich jedoch doch für die fünf Minuten dazu durchringen können, als ich schliesslich demonstrierend mein Vaterunser-Kreuz, meinen Rosenkranz und die Traubibel unserer Eltern dazu legte. Erst da glaubte er mir, dass ihm wirklich niemand sein geliebtes Marienbild wegnehmen will! ;)

Bevor wir uns wieder auf dem Heimweg machten, beteten wir in der prachtvollen Kirche einige Dankesgebete und vollzogen den Rosenkranz auf dem Outdoor-Kreuzweg des Klosters. Gerade beim schmerzhaften Rosenkranz wandere ich die Kreuzwege oftmals tatsächlich mit, um mir vor Augen zu führen, was der Messias für uns alles erlitten hat... Ich möchte dem Pfad seiner Selbstlosigkeit folgen, so gut ich es nur kann.
Und in diesem Zusammenhang erhielt ich heute erneut eine Eingebung: Gem. dem Vorbild der Franziskaner ist Armut, so oft meine Familie und ich auch darunter leiden, im Grunde genommen ein Segen, denn sie lehrt Bescheidenheit und den Fokus auf das, was wahren Wert hat. So habe ich heute viele meiner christlichen Besitztümer verschenkt: Rosenkränze, Bücher, Schmuck etc. Viele Menschen haben sich gefreut und ich fühle mich entlastet von so vielen Dingen, die ich nie gebraucht habe und die ich nie in diesem Übermass brauchen werde.
Lediglich drei Andachtsgegenstände, allesamt Geschenke, sollen mich begleiten:
Mir reicht ein Kreuzanhänger.
Mir reicht ein Rosenkranz.
Mir reicht eine heilige Schrift.

Ich bin glücklich und dankbar für diese Eingebung.
Bescheidenheit ist eine Tugend, die mir persönlich sehr wichtig ist und die ich entsprechend zu bewahren gedenke.

Zürisee
Klosterkirche von Einsiedeln
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Buchen-Streckfuss
Buchen-Streckfuss
Buchen-Streckfuss
Buchen-Streckfuss

Calliteara pudibunda...

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If Kaiba Corp. was real...

Prime Tower
Prime Tower
Prime Tower
Prime Tower
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Abtauchen.
Schweben.
Loslassen.
Abspülen.
Davontragen.
Spiegel.
Luftblasentanz.
Ruhe.
Blau.
Beruhigung.

Ich liebe das Wasser.
Es ist meine ganz persönliche Oase auf Erden.

Stille Wasser
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American Horror Story S01E06

Esoterik ist in erster Linie ein Millionengeschäft, das nicht selten mit verzweifelten Opfern gemacht wird. Diese Erfahrung habe ich schmerzhaft am eigenen Leib erfahren und auch Tilllate berichtet alle Jahre wieder von der geldgierigen Front.

Ich bete für alle Betroffenen, dass sie diesen Teufelskreis zu durchbrechen vermögen und dass so mancher Betrüger endlich härter von der Justiz angepackt wird. Scharlatane sind eine Plage wie diese nervigen Callcenter...

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05
May
Eine Lektion

"Ich sollte wieder etwas mehr nach der spirituellen Stille suchen" dachte ich heute ganz harmlos... Und bekam postwendend eine Antwort. :')

Mein Tag begann heute damit, dass ich mein Smartphone irgendwo im Haus ablegte, wo ich es sonst nie hinlege. Ergo: Ich vergass es doch tatsächlich zu Hause. Ich, der digital Native! Kaum verliess ich das Haus und realisierte dabei noch meinen Verlust, bekam ich die Eingebung: Ihr hängt viel zu viel in diesem nichtexistenten Raum fest, wie ein Elephant, der an einen Stuhl gefesselt ist. Heute erlangst Du wieder den Blick für das Wesentliche.
Ich beschloss, auf dieses Zeichen zu hören, statt hysterisch wieder in die Wohnung hochzurennen.

Stattdessen begann ich den ganzen Tag hindurch wieder vermehrt damit, mich dem Herrn im stillen Dialog zuzuwenden. Dabei eröffneten sich mir allerhand neue Erkenntnisse und Perspektiven. Gott antwortet uns, wenn wir uns ihm nur offen zuwenden, davon bin ich überzeugt!

So gab es also kein PokémonGO auf dem Weg, keine Musik im Ohr, keine Twitterei, kein spontanes Sekundengoogeln zu allem unnützen Wissen der Welt. Dafür nahm ich das beruhigende Brummen des Postautos verstärkter wahr, ebenso die grüne, vorbeiziehende Landschaft. Viele Details fielen mir ins Auge. Im Zug vernahm ich ein leises Gespräch eines älteren Paares, offensichtlich auf Wanderschaft. Sie hielten ein sehr tiefes, moralisches Gespräch ab.
Auf der Arbeit schaute mich der Kollege an, als hätte er einen Alien vor sich, als ich weder Rechner, noch Navi per Sofort in Pixelform zur Hand hatte.

Das Gerät geriet bei mir schneller in Vergessenheit, als ich erst dachte. Ich hatte zwar einige Male ein paar automatisierte Aufblitzer im Hirn (Das wäre ein guter Tweet, das könnte ich jetzt googeln), aber abgesehen davon genoss ich diesen digitalfreien Dienst.
Das Lob dafür schien auf dem Fusse zu folgen.
Gleich zu Beginn meines Dienstes bekam ich ein
eindrückliches Büchlein geschenkt. Später ging es über gemütliche Landstrassen nach Wila, in die Brockenstube der Heilsarmee. Zwei unserer Patienten sind passionierte Brockishopper und so ging ich heute einmal mit ihnen mit, um einen Einblick in "ihre Welt" zu erhalten.
Wir wurden alle mehr als fündig, sogar ich, völlig unerwartet! Als wollte mir der Herr persönlich einen Zaunpfahl an den Kopf knallen, damit ich das Offensichtliche endlich begreife, lag da in der untersten Ecke eines Regals, vergraben unter unscheinbareren, weiteren Ausgaben, doch tatsächlich ein Magazin mit Seto Kaibas hübscher Schnute drauf, so richtig nur für mich! Und das Sammlerstück kostete dabei nicht mal einen Franken, was bedeutete, dass ich es mir von den paar Münzen, die ich gerade noch so dabei hatte, sogar leisten konnte!
Ich hab fast geweint vor Freude, ohne Witz. Unverkennbarer kann ein Zeichen, ein kleines Alltagswunder, für mich nicht sein!

Morgen ist ein neuer Tag... Und dann werde ich daran denken, was ich heute alles gelehrt bekam.

Reicher Lohn
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05
May
Laute Stille

Krankheit, Stress... In letzter Zeit habe ich (für meine Verhältnisse) relativ wenig gebetet. Ab heute werde ich das wieder ändern. Es hat mir gefehlt.

Rosenkranz
Tägliche Begleiter
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Fertige Quiche
Rezept

Quelle: Aktuelle Ausgabe des deutschen WW-Magazins

Heute dieses sehr feine Rezept ausprobiert. Erstaunlich, wie wenig Kalorien ein Stück hat und wie satt es dabei maht, finde ich! :)

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Deutsche Sprache, schwere Sprache... ;)

Quelle: Kispipa Halászcsárda

Ungarische Speisekarte
Ungarische Speisekarte
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Quelle: 20 Minuten

Ich mag diesen Mann sehr.
Er lebt seine Worte, statt nur Wasser zu predigen und Wein zu trinken.

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Tödliche Männergrippe hin oder her: Dienst ist Dienst, ich liebe meine Arbeit. Und heute habe ich sie ganz besonders genossen!

Ich hatte heute ein etwas flaues Gefühl im Magen. Es ist die erste Maifeier seit 16 Jahren, die ich nicht als Heidin feierte. Dabei war Beltane, das Fest der Liebe und des Lebens, stets mein liebster Sabbat... Ich liebe den Frühling, wie die Natur zu neuem Leben erwacht und sich uns in ihrer ganzen, bunten Schönheit offenbart. Aber ich spüre auch deutlich, dass ich auf dem richtigen Weg bin und trotz dieses gelegentlich aufflammenden "Heimwehs" nicht zurück will. Wobei das vielleicht eher der falsche Ausdruck ist... Im Grunde ist es wohl eher einfach das Gewohnte, das mich so lange begleitet hat.

Heute hat mich spontan ein Artikel zu der Thematik angesprungen.
Und zum ersten Mal sah ich, wider Erwarten, die "andere" Seite: Viele Kommentare darunter sind in der Aggression und im Zorn gegen Christen formuliert, die oft einfach nur geschrieben haben, dass sie für die Heiden beten.
Was die Kirche im Mittelalter an Holocausten und Kriegen veranstaltet hat, ist nicht zu entschuldigen, diese Haltung vertrete ich bis heute!! Schon im alten Testament steht klar: "Du sollst nicht töten", was sogar deutlicher formuliert ist als die Wiccan Rede mit ihrem "Schadet es keinem, so tu', was Du willst".
Aber diese Haltung auf heutige Christen zu übertragen bzw. derart zu pauschalisieren... Und das von einer religiösen Bewegung, die sich selbst als sehr tolerant und weltoffen sieht! Das erstaunt und erschreckt mich gleichermassen. Ich kann mich erinnern, wie ich damals, mit 18 Jahren, meinen Austritt aus der reformierten Kirche mit ähnlichen Argumenten begründete. In meinem Herzen war der Hass, obwohl ich mit der Kirche nahezu keine schlechte Erfahrungen (abgesehen von zwei Vorfällen) machte und der Pfarrer mir sogar anbot, das Wiccatum der Gemeinde vorzustellen und zu erklären.
Heute schäme ich mich sehr dafür und mich trifft dieser blinde Hass von denen, die ich einst als Brüder und Schwestern betrachtete... Schliesslich nagle ich sie ja auch nicht darauf fest, was die ungarischen Heiden mit
Szent Gellért getan haben!

Und so hat sich heute für mich das Hexentum auf verschiedenen Ebenen wie von selbst entzaubert. Vieles dieser vermeintlich alten Wege entpuppt sich letztendlich als moderne Marketingstrategie, auf die zu viele Unschuldige hereinfallen. Ich hege daher keinen Groll und habe allen lieben Menschen da draussen offenen Herzens einen schönen Sabbat gewünscht. Ich hatte meine guten Zeiten und behalte diese in Erinnerung, ich sehe viele als lediglich genauso verblendet wie ich und nicht als bösartig an sich und daher möchte ich den Menschen auch religiös in Verständnis und Frieden begegnen. Ich möchte es besser machen als auch schon.

Kommen wir zurück zum heutigen Tag, der sich trotz der vergangenen Lehren das Gute daraus bewahrt hat. Der Herr hat mir heute erneut bewiesen, dass er mir nichts wegzunehmen gedenkt, dass gut ist!
Heute war ich mit einigen Patienten meiner Station und einem meiner Lieblingsteamkollegen (da sehr empathisch) im Naturschutzgebiet rund um den Thurspitz unterwegs. Der Fluss mündet an dieser Stelle in den mächtigen Rhein und ringsherum in diesem Gebiet ist ein beeindruckendes Reservat für Wildtiere entstanden. Wir sahen seltene Wasservögel und hörten viele Vögel und Frösche. Das Wetter hat erstaunlich gut mitgespielt, zeitweise war der Himmel sogar blau. Auch mit den Klienten ging alles gut, keine Überforderung, entsprechend keine Aggression. Es war ein richtig entspannter, schöner Tag, der mir sogar den entkräfteten Körper etwas stärkte. Unterwegs holte ich mit meinem Wissen über Pflanzen, Kräuter, Bäume und Tiere die Bewunderung der Patienten und auch des Kollegen ein, der sich mit der Thematik ohnehin näher zu beschäftigen gedenkt. Mir war erst nicht wohl, dass dieses Wissen so im Zentrum stand, hatte ich es mir doch mehrheitlich als Heidin angeeignet, aber ich erhielt die Eingebung, dass an diesen Dingen nichts falsch ist. In jedem Kloster gibt es einen Kräutergarten im Kreuzweg. Die Walpurgisnacht ist inzwischen nach der heiligen Walburga benannt. Auch ist nichs falsch daran, die Schöpfung zu achten und Sorge zu ihr zu tragen (in meinem Fall z.B. auch politisch). Der Herr zeigte mir so, dass er mir nichts an Fähigkeiten abzuerkennen droht, im Gegenteil. Ich erfuhr so unbewusst sehr viel Toleranz und Liebe, einfach für das, was ich bin!
Wie ich so am Thurspitz stand und die wirbelnden Wasser betrachtete, manifestierte sich diese Botschaft erneut in aller Deutlichkeit: Sieh auf diese beiden Wasser; das Eine ruhig, das Andere wild, das Eine klein, das Andere gross. Sie beide vereinen sich zu einer Einheit, trotz ihrer Unterschiede. Und sie beide fliessen in eine Richtung: So ist es mit den Religionen. Letztendlich zielen sie alle darauf ab, das Göttliche zu ehren und dass ein Jeder sein Leben als guter, erbaulicher Mensch gestaltet. Reduziere Dich nicht auf das, was war. Was heute ist, das ist gut, in all seinen Facetten! Blicke nach vorne, wie das Wasser.

Thurspitz
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29
Apr
Regeneration
Aktuelle Aussicht

Trotz dem nahenden Wonnemonat zeigt das Wetter wieder seine graue, hässliche und kalte Seite. Und prompt hat es mich in der dauernden Zugluft erwischt!

Seit gestern und vor allem den ganzen, heutigen Tag liege ich völlig flach, was mich ärgert, da ich wie durch einen Bann der Schwerkraft im Bett festgeklebt bin, unfähig, meinen funktionierenden Geist irgendwie nützlich und helfend im Haushalt einzubringen...
Stattdessen träume ich wirres Zeug, sabbere mein Kissen voll und höre dumpf die Dialoge meiner
Lieblingsserie, die ich zur Ablenkung rauf und runter laufen lasse.

Der Cocktail aus Naturheilmitteln und bewährten Medikamenten der Hausapotheke wirkt zuverlässig, aber langsam. Die beste Medizin ist und bleibt der Schlaf, den ich mir in der Unruhe der aktuellen Woche ohnehin viel zu selten gegönnt habe.

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27
Apr
#dasbinich

Was für eine schöne Aktion! :)

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Ratet mal, was ich aus alten Tagen wieder ausgegraben habe...! :)

Angelgotchi
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Aktueller Beobachter

Im aktuellen Beobachter geht es nicht nur um die Volkskrankheit Demenz und den praktischen Umgang mit ihr, sondern u.A. auch um das beeinträchtige Paar, das von den SBB hängen gelassen wurde.

Finde ich eine äusserst lesenswerte Ausgabe!

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Sonnenrad
Segel der Leichtigkeit

Verkannte Schönheit, Du Nachtigall unter den Blumen...

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Flyer

In der Kirche der Zürcher Epilepsie-Stiftung gibt es aktuell eine Ausstellung mit Kunstwerken, die von Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen wurden. Auch Bewohner des Wohnheims, in dem ich arbeite, präsentieren dort ihre eindrücklichen Werke.
Der Eintritt ist kostenlos.

Heute um 10:30 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung ein Gottesdienst statt.
Nähere Infos zur Ausstellung und kommenden Terminen findet Ihr hier.

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Heute ist der alljähriche Ehrentag unserer geliebten Heimat, die es mehr zu schützen gilt denn je. (Und im Übrigen auch nicht nur heute...!)
Das diesjährige Thema ist die Bedrohung von Plastik in unseren Gewässern. Nähere Infos dazu gibt es
hier.

Ich verbringe heute den Tag im passenden, virtuellen Charity-Outfit bei Pokémon GO. Das Smartphone lade ich mit einem Solarakku und anstelle einer Plastik-Getränkeflasche laufe ich gezielt von Brunnen zu Brunnen. Dabei lässt sich auch gut Müll am Strassenrand aufsammeln, der für die Umwelt sehr schädlich ist.
Ausserdem habe ich mich Tage zuvor gründlich mit korrektem Recycling auseinander gesetzt und bin dabei über so manches gestolpert, das ich noch besser machen kann.

Jeder kann etwas verändern.
Jede (vermeintlich) kleine Aktion zählt!

Taking Action
Mission Blue-Uniform
Kilometer-Spende
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15
Apr
Erinnerungen

Heute war ich mit meinem Brüderchen in Schaffhausen. Wir sammelten dort wider Erwarten eine ganze Horde an Pokémon, während wir vom einen Punkt der Stadt zum anderen tingelten... Aber auch sonst war es ein eindrücklicher Tag.

Unsere Route startete beim Kreuzgang des ehemaligen Allerheiligen-Klosters. Dort kreuzten wir erneut St. Anna, die ehemalige Marienkapelle, in der unsere Eltern sich am 3. Juli 1975 kirchlich trauen liessen. Die Kapelle erwies sich als überraschend geräumig und ist voller kleiner Symbole. Schade, dass sie oft verschlossen ist... Und eine seltsame Vorstellung, dass quasi an diesem Ort die Geschichte meines Bruders und mir begann, lange vor unserer Geburt. Durch die Erzählungen in unserer Familie wirkt alles, als wäre alles gerade erst vor kurzer Zeit passiert. Die Erinnerungen wirken so oft präsenter als der ergraute Schleier dieser trostlosen Gegenwart.

Ähnlich verhielt es sich mit unserer nächsten Haltestation, der Munot-Festung. Die alten Gemäuer raunten lauter von vergangenen Tagen als von gegenwärtigen Touris mit ihren peinlichen Selfiesticks.

Krönung unseres Besuches im schönsten Städtchen der Schweiz bildete die St. Maria-Kirche. Mutter erkannte schon vor Jahrzehnten ihr Potenzial, jedoch war sie dort wüst und verwittert. Doch nun, nach der aufwändigen Restaurierung in den 60ern/70ern ist aus ihr eine glänzende Perle geworden, die locker mit den religiösen Palästen in Ungarn mithalten kann. Und auch hier steht der Name und das Wirken der Gottesmutter, die mit der Geschichte meiner Familie eng verwebt ist, wieder im Mittelpunkt...

Manchmal ist es schon spannend, wie sich der Weg des Schicksals fügt. Und wie oft wir letztendlich das sind, auf dessen Grund wir letztendlich gebaut sind.

Anno 1975
St. Maria
Welten im Licht
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Denkt an sie, wenn Ihr denkt, Ihr könnt Euch ein Urteil erlauben; seien es "die Amerikaner", "die Russen", wer auch immer.

Fast nichts ist so einfach, wie es scheint.

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Hochaltar
Grab des Hl. Fintan

Es war ein fordernder Tag heute. Ich hatte wenig Schlaf, einen Resten an schlechter Laune von gestern im Blut und zu allem dazu noch Kopfweh.

Als ich mich vor meinen eigenen Gedanken in den kühlen Schatten der Klosterkirche auf der nahen Insel zu retten vermochte, kam ich mit der äusserst freundlichen Sakristantin ins Plaudern, die mir den Abend völlig unverhofft mit einer Einladung in den Hochaltar versüsste! ♥

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Breakfast-Bowl
WW-Magazin

...und zwar wortwörtlich, denn 30 Kilo Übergewicht sind nicht gerade wenig.

Ich habe das Programm bewusst in dieser besonders stressbeladenen Zeit wieder aufgenommen. Einerseits habe ich dank den zahlreichen Osterbrunchen wieder zwei Kilo mehr auf den Rippen, was ich durchaus bemerke.

Andererseits möchte ich die Botshaft der Fasteinzeit weiter im Herzen behalten:
Höhere Ziele ermöglichen so viel Unmögliches!
Es ist durchaus machbar auf eine Sucht zu verzichten. Vielleicht muss es erst erlernt werden, aber es ist machbar, das durfte ich am eigenen Leib erfahren.

Ich freue mich darauf, bald wieder auf mein Rad steigen zu können ohne dabei Angst haben zu müssen, dass es meinem Gewicht nicht mehr standhält.
Ich freue mich genauso auf die baldige Schwimmsaison wie mein kleiner Bruder.
Ich freue mich darauf, mich nicht mehr durch das falsche Essen unwohl und "schwer" zu fühlen.
Ich freue mich auf jede Zahl, die auf der Waage kleiner ausfallen wird.

Ich hoffe und vertraue darauf, diese Vorfreude in den wichtigen Momenten abrufen zu können.

Starten wir heute also mit dem ersten Rückblick:
von 88.0 Kilo auf 87.6 Kilo
und rund 78'200 Schritten in der vergangenen Woche

Trotz überdimensionaler Rahmensprengung durch Bingeanfälle
habe ich ab Mitte der Woche mehr (stilles Wasser) getrunken, bewusst das Essen reduziert, Versuchungen energisch widerstanden und mich gezielt mehr bewegt

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09
Apr
Mood:

Ich denke, das fasst den Tag ganz gut zusammen. ;)

Zwar hätte ich mehr als genug auf der To do-Liste, aber inmitten von Feiertagsdiensten, Lernorgien, Familienentlastung etc. brauchte ich einfach auch mal eine kleine Verschnaufpase für mich.

Nachdem ich noch offene Besorgungen erledigte, machte ich mich trotz dem Gedanken an einen freien Tag weiter ans Werk. Nachdem sich bei mir wieder zugelegte Speckröllchen unangenehm in der eigentlich geliebten Fitness bemerkbar machten, nehme ich ab heute mein Diätprogramm wieder auf. Ich möchte endlich wieder die Vitalität spüren, die ich in vergangenen Tagen immer so geliebt habe!
Damit trage ich auch den Gedanken meiner Fastenzeit ein Stück weiter: Bewusster leben und mit Freude verzichten soll weiterhin ein wichtiger Baustein bleiben. Die Fastenzeit hat mir aufgezeigt, dass ich dazu fähig bin, dass es nicht unmöglich ist!
Zum Glück steht die warme Jahreszeit endlich wieder vor der Tür, die wieder mehr Möglichkeiten für Workouts liefert, vom Bahnen schwimmen und Planschen mit Lil Bro bis zum schlichten, aber effektiven Spaziergang am Morgen bzw. Abend. Vielleicht klingts doof für so einen Fettie wie mich, aber ich vorfreue mich schon gewaltig, ohne Witz!

Bevor ich in den Zug nach Winti stieg, zog ich mich in die Stille der Bülacher Dreifaltigkeitskirche zurück. Um diese Uhrzeit war kein Mensch dort ausser mir und somit konnte ich im Schweigen der heiligen Hallen ungestört dem Wirken des Herren lauschen. Vor dem mächtigen Hochaltar wurde mir die Grösse Gottes dabei besonders bewusst.
Ich betete den schmerzhaften Rosenkranz, ging dabei den Kreuzweg und las gemäss dem Tagesplan in der Bibel, wo ausgerechnet eine Stelle mit Maryam von Magdala vorkam. Der Film rief mich schon seit längerer Zeit, wie ein Magnet... Ich zündete der Gottesmutter ein einsames Licht zum Abschied, ehe ich der Eingebung schliesslich folgte und mich weiter auf meinen Weg machte.
Bereits beim Kino gingen die Zeichen weiter: Gottes Wort prangte auf eine dieser typischen Bibelplakate und das an einem Ort, wo sonst so manche Sexszene übergross auf die Mattscheibe projiziert wird.

"Vertraue auf Gott."

Ich folgte dem Ruf... Und wurde nicht enttäuscht. Das Bibelepos erwies sich trotz einiger Defiziete als visuelles Filmjuwel, dessen Botschaft mich tief berührte. Das Filmplakat, das ich als Geschenk erhalten habe, wird mich auch zukünftig an all die vielen, positiven Eindrücke erinnern; ich habe es bereits voller Freude an meiner Zimmertür befestigt.

Und sonst?
Das Aprilwetter war erstaunlich gnädig, meine unzerkauten Fingernägel leuchten frisch lackiert in einem eleganten Schwarz und abgesehen von einem Moment des Langeweile-Futterns hielt ich mich bereits wieder bestens im Rahmen des Diätplans auf. Sogar meine üblichen 10000 Schritte habe ich geschafft.

Hochaltar in Büli
Kino in Büli
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Filmplakat

Im neuen Kinofilm von Garth Davis steht Maryam von Magdala, die wohl prominenteste Gefolgin des Messias, im Zentrum. Innerhalb von zwei Stunden begleiten wir die junge Frau bei ihrer bewegenden Reise durch das gelobte Land, von ihrer persönlichen Rebellion gegen die gesellschaftlichen Normen bis zu ihrem bewegenden Appell an die Botschaft der Liebe, die sie allen Widrigkeiten zum Trotz in die Welt hinausgetragen hat.

Der Film ist sehr atmosphärisch aufgebaut und ich persönlich spürte, dass die Crew vor Ort waren, wie viel Arbeit in die Authentizität gesteckt wurde. Der Stil des Streifens besteht aus teilweise langen, bildgewaltigen Landschaftsaufnahmen, die fast ununterbrochen von der unaufdringlichen und doch dominanten Musik des isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson untermalt werden. Die Dialoge hingegen sind nur einzeln und sehr punktiert gesetzt. Der Fokus liegt daher wenig auf dem Gesagten (mit Ausnahme der gedehnten und betonten Reden von Jesus Christus), teilweise nicht einmal auf den Personen, sondern eher in der Wahrnehmung unterschiedlicher Blickwinkel, getreu dem Motto: Grosse Emotionen brauchen keine leeren Worte.

Die Szenen wirkten auf mich zwar so manchmal sprunghaft, teilweise nicht sofort verständlich. Hinzu kam die spezielle Ausstrahlung einiger Figuren: Judas, in der Bibel sonst klar als humanistisch verkorkst erkennbar, wirkte von allen Aposteln mit Abstand auf sozialer Ebene am meisten greifbar auf mich; umso "unpassender" erschien mir dann dafür sein aus dem Nichts kommender Verrat. Petrus, der liebste Apostel von Jesus, wirkte auf mich umgekehrt sehr distanziert und kühl. Und dann war da noch das Gesicht der Maryam von Magdala, das zwar hübsch und entsprechend ihrem Wesen kantig wirkt, aber auf mich umgekehrt fast schon zu makellos, als wäre sie nicht wirklich vom harten Leben in der Wüste gezeichnet worden. Da fand ich die Darstellerin der Gottesmutter, die sonst gerade im Katholischen immer so äusserlich vollkommen erscheint, doch weitaus weltlicher und in ihrem Wirken echter...

Ist mir schon klar, dass keiner etwas dafür kann, wie er aussieht. ;) Es ist mir halt einfach so ins Auge gestochen. Ebenso aufgefallen ist mir, dass viele Schlüsselszenen, wie sie tatsächlich in der Bibel selbst stehen, sehr kurz gehalten wurden, während unzählige, immer gleich anmutende Wander- und Ruheszenen umso deutlicher ausgefeilt wurden. Quasi alles, was damit wirklich über Maryam von Magdala bekannt ist, wurde somit ausser Acht gelassen: Die siebenfache Dämonenaustreibung wurde als einfache, missverstandene Rebellion abgefertigt, in einem Weinkrampf wohnte sie der Kreuzigung des Messias nicht wirklich im Film bei und die Engelserscheinungen nach der Auferstehung Christi kamen im Streifen auch nicht vor. Auch von anderen Frauen sieht man nichts bzw. nicht viel, wie es in der Bibel geschildert wird. Maryam von Magdala wird stattdessen als einzige Frau an der Seite des Christus porträtiert, was teilweise etwas sehr gestelzt auf mich wirkte, im Grunde sogar verfälscht.

Im Endeffekt fand ich den Film trotz dieser Abzüge einen lohnenswerten Eindruck.
Für mich, die in einer Welt aus überladenen Gotteshäusern und einer Flut an Büchern zum Buch der Bücher alt wird, war es faszinierend zu sehen,
wie einfach die Gläubigen damals lebten und wie sie es teilweise noch heute tun: In einfachen Lehmhütten und sogar in Höhlen, auf dem Boden schlafend, einzig Gottes Wort im Herzen tragend. Ohne Buch, ohne Rosenkranz, ohne alles! Einzig ihren Glauben, die göttliche Botschaft an sich, ist das kostbare Gut, das sie tatsächlich haben.
Fast schon schmerzlich wurde mir bewusst, dass die
Emanzipation damals jenseits aller Vorstellungen lag: Frauen durften nur beten, wann es ihnen zu bestimmten Zeiten erlaubt wurde, nicht "einfach so", wie ich es heute in einer Selbstverständlichkeit darf und kann. Das Zitat einer Gläubigen ist mir im Gedächtnis geblieben: "Wir sind Frauen. Unsere Leben gehören nicht uns. Wie sollen wir handeln, wenn Gott uns das Eine befiehlt und unsere Väter, Brüder und Ehemänner uns das Andere befehlen?"
Was für ein Wirken hat da die Botschaft der Maryam von Magdala, die für ihre Vorstellungen unermüdlich einsteht! Ich kann sonst nicht viel mit dem Kampfgehabe der heutigen Feministinnen anfangen (ja, da habe ich gerade eben aus Prinzip kein dummes Sternchen gesetzt), diesen stillen, anklagenden Fingerzeig fand ich jedoch äusserst eindrücklich und auch gerechtfertigt.

Der Film war trotz sprunghafter Handlungssequenzen durchwegs sowohl visuell als auch musikalich sehr atmosphärisch und entsprechend kurzweilig für mich, trotz seiner Länge. Die Reden eines sehr human inszenierten Jesus Christus fand ich äusserst wirkungsvoll und empathisch in Szene gesetzt.
Trotz lückenhafter Darstellung der namensgebenden Protagonistin empfand ich ihren persönlichen Entwicklungsweg als emotional gut nachfühlbar. Besonders schön fand ich die letzte Erklärung vor dem Abspann: Die Kirche, welche sie einst fälschlicherweise als Hure verschrie, revidierte sich 2016. Unter Papst Franziskus wurde Maryam von Magdala den Aposteln in ihrer Funktion gleichgestellt und sie erhielt sogar ihren eigenen Festtag.
Darüber hinaus fand ich die
deutsche Synchronisation des Films in ihren Stimmen passend und mit dem schönen Detail versehen, dass einige Passagen im Originalton mit Untertiteln versehen waren, welche man nicht zu lesen brauchte, um den Kontext zu verstehen.

Von meiner Seite her also eine klare Empfehlung! :)

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Das Gebet von Eglisau

Dieses Gebet liegt als Gabe in unserer Kirche aus. Ich dachte mir spontan, ich teile es einfach mal mit Euch... ;)
Im Katholischen finden sich zahlreiche, unendlich lang wirkende Litaneien; dabei können gerade solch schlichte, klare, verständliche und zugängliche Worte viel bewirken und auslösen.

Euch allen einen guten Start in die neue Arbeitswoche! <3
Bitte tragt Sorge zueinander und auch zu Euch selbst.

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Also, wenn das kein guter Abschluss ereignisreicher Festtage ist, dann weiss ich auch nicht. ;)

Ernsthaft: Der heutige Morgen war ein festlicher, inniger und schöner Abschluss der diesjährigen Feierlichkeiten.
Meine Dienste auf der psychiatrischen Aussenstation verliefen abwechslungsreich und jede Schicht ging wahnsinnig schnell vorbei. Teilweise hatten wir sogar Glück mit dem launishen Aprilwetter und konnten ein paar tolle Ausflüge unternehmen. Die gemeinsame Tafel war jeweils festlich und üppig ausgestattet. Oft war die Laune gut und es kam zu keinen schweren Zwischenfällen; stattdessen fand ich Zeit, um mit meinen Klienten Zeit zu verbringen: Ein unendlich wertvoller Luxus in der Pflege.

Zuhause fand ich dank der Dienstzeiten abends immer noch kurz Zeit, um meinen kleinen Bruder eine gute Nacht zu wünschen und einige Worte mit Mutti zu wechseln. In meiner arbeitsfreien Zeit konnten wir einige Dinge gemeinsam im Haus erledigen, was somit später nicht mehr anfallen wird.

Die erste, bewusste Fastenzeit meines Lebens ist mit den Ostertagen abgeschlossen worden. In diesen Tagen legte ich oft genug die gewohnte Disziplinlosigkeit an den Tag, jedoch habe ich dabei wichtige Erkenntnisse gelangt: Ich habe gelernt bewusst zu verzichten und mich stattdessen auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind. Und diese Lernlektionen werden mich mit Sicherheit noch weit über die Fastenzeit hinaus begleiten...

Ich freue mich auf die Abenteuer, die noch kommen werden.

Zukünftige Ziele
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Ihr Lieben,

von Herzen wünsche ich Euch eine gesegnete, feierliche, friedliche und freudreiche Osterzeit! Möge die Rückkehr des Lichtes und des Lebens Eure Festtage mit Glück und Liebe bereichern!

Da ich ab morgen bis und mit Ostersonntag auf der Pflegestation arbeite, treffen wir uns mit grosser Wahrscheinlichkeit erst am Ostermontag wieder hier... Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Zeit und nur das Beste.

Licht des Lebens
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29
Mar
Dankbarkeit

Ich habe die besondere Gabe erhalten, überall etwas Gutes und Schönes erkennen zu können, scheint etwas auch noch so klein, selbst in den dunkelsten Momenten... Und für diese Gabe bin ich überaus dankbar.

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28
Mar
Focus...!
In Action
First shots
Circle complete

Es sind die kleinen Momente des Glücks, die uns wahrhaftig schön machen. <3

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Gesegneter Zweig

Heute stattete ich der Zürcher Liebfrauen-Kirche einen kurzen Besuch ab, da ich frei hatte. Dabei habe ich nachträglich einen gesegneten Zweig erlangt. Bei meinem Exemplar handelt es sich wohl um den Zweig eines Buchsbaums. Traditionell werden an Palmsonntag hinter die Hauskreuze gesegnete Zweige gesteckt, als österliches Symbol des Lebens und des Sieges über den Tod.

Fasten-Zeitschrift
Kirchliche Fastenzeit

Es ist ein weiterer dieser wundersamen "Zufälle", die der Herr mir immer wieder mit dem Zaunpfahl vor die Füsse schiebt...
Ich könnte endlos aufzählen: Da ist der sonst so zurückhaltende Arbeitskollege, der mir den Tipp mit dem Intervallfasten (8 Stunden bis zum Sattwerden essen, 16 Stunden lang gar nichts) gab,
da war das Magazin bei meinem eigentlich geplanten Metalzeitschrifteneinkauf, welches mir diesen Tipp wiederholt ans Herz legte, da ich bei meinem Arbeitskollegen typischerweise auf dem Schlauch stand,

da war die Stern-Ausgabe mit dem Artikel des Papstes, für den ich das Satiremagazin "Titanic" liegen liess,
da waren die Erdbeeren im Regal, die mich statt der Süssigkeiten anlachten,
da waren all die straffen Zeitpläne, die mich von diesem verhängnisvollen Futtern-aus-Langeweile bewahrten etc.

Trotz aller dieser Zeichen und Wunder blieb mir der Erfolg nach meinen strengen Vorstellungen oft verwehrt. Ich bin von Natur aus verfressen und wenn ich es nicht bin, so ist es die Gesellschaft um mich herum: Mittagessen kochen mit den Patienten, Abendessen mit der Familie... In Ungarn werden Mahlzeiten als gesellschaftliches Beisammensein stundenlang und üppig zelebriert, ein Ausfall kommt einer harten Beleidigung gleich. Dieser Wert steckt mir bis heute im Blut.
So habe ich mich jeweils darum bemüht nur das anzunehmen, was mir angeboten wird, denn es würde mir auch so an nichts mangeln. Leider spielt da oft mein Biorhythmus nicht mit: So gab es Kaffee und Kohlenhydrate in Form von Gipfeli am Morgen, um in die Gänge zu kommen.

Nun, zur Fastenzeit gehörten und gehören auch packende Predigten, auch ausserhalb der kirchlichen Mauern.
Der Fokus liegt auf der Versöhnung, die ich mir im Alltag so manches Mal herbei sehne; mein Stolz sieht jedoch nicht ein, dass ich immer den Bückling vor allen anderen zu machen habe, wie es bisher der Fall war. Das führt ebenfalls zu Frust und Kummer.
Letztendlich bleibt mir die Botschaft nach meiner ersten Beichte vor Augen: Der Pfarrer meinte, ich solle mit kleinen Schritten anfangen und jeden noch so kleinen Sieg feiern, statt nur auf das zu fokussieren, was ich (noch?) nicht hinkriege. Diese Mammutaufgabe eines inneren Knotens löst sich nicht von heute auf morgen und ist immer wieder Bestandteil meiner Selbstreflektion... Ich bin froh, dass er mich ab und an daran erinnert.

So habe ich:
° durchaus einige Male Hunger verspürt
° einige Male bewusst Nein zu Versuchungen gesagt
° einzelne Tage fast komplett in meiner Strenge geschafft
° einige, christliche Projekte durch das Fastenopfer unterstützt
° im Alltag oft bewusst inne gehalten
° auch nach Rückschlägen nicht aufgegeben, sondern jeden Tag neu begonnen

Ich denke, für die erste Fastenzeit in 28 Jahren ist all das zumindest nicht nichts.
Ich hege weiter die Hoffnung, dass ich es in den letzten Tagen wenigstens einen Tag lang schaffe, das Fasten nach meinen Vorstellungen durchzuziehen...
Drückt mir die Daumen! ;)

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...schafft oft mehr, als man ihr vielleicht zugestehen mag.
Zum Beispiel, wenn sich eine halbe Million junger Menschen gegen die Sinnlosigkeit von Waffengewalt entschieden zur Wehr setzt.

Mich haben die beeindruckenden Bilder aus den vereinigten Staaten tief berührt und jeder Einzelne der dort anwesenden hat meinen absoluten Respekt.

Was für ein Zeichen!
Wow!

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Die neue Osterkerze

Bei der heutigen Versöhnungsfeier habe ich eine Heimosterkerze erstanden.
In diesem Jahr schaffe ich es aufgrund meiner Dienstzeiten nicht in die Kirche und so geniesse ich es, den Gemeinschaftssinn auf diesem Weg dennoch stellvertretend mitstärken zu können, denn ich wertschätze meine Glaubensfamilie und ihre positive Wirkung sehr. Passend dazu steht die Symbolik der Kerze sogar ganz im Zeichen des Miteinanders (siehe unten)... Auch wieder so ein Zufall, von dem ich überzeugt bin, dass es keiner ist — vermutlich eher wieder ein Wink mit dem göttlichen Zaunpfahl. *gg*

Jede Kerze wird von den Firmlingen von Hand gefertigt und ist ein Unikat, was ich, ehrlich gesagt, sehr beeindruckend finde.

Auszug aus dem Pfarreiblatt
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Die Welt ist heute um einen grossen Geist ärmer geworden...
Doch sie wird um so viele, gute und bleibende Erinnerungen reicher werden.

I will remember you, whenever I'll watch on the Stars at those early mornings, when I'll have to leave the house.

I'm glad, that you were able to rest peacefully.
I'm glad, that you had way more years than prognosed, to see and do as much as you wished.
I'm wishing the best for you and those beloved Ones, that you're leaving behind.
Thank you, Dr. Hawking, honestly.
For so much. <3

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Via Tilllate von einem Jungunternehmer mit Triso21 erfahren, der sich ein beeindruckendes Socken-Imperium aufgebaut hat.

Finde ich eindrücklich! :)

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11
Mar
Reboot.

Warum?

Weil ich es kann, ganz einfach. >:)

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Erleuchtung

...der alles für immer veränderte.

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