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Ju
Lesetipp der Woche
19.06.2018 09:50

Nach meiner gestrigen twitter-Debatte zur revidierten Haltung von Papst Franziskus gegenüber Homosexuellen sowie der Nachricht zum aktuellen Skandal aus Küssnacht finde ich es schon sehr... eindrücklich... wie mir der Herr meine aktuelle Lektüre im Buchladen förmlich an den Kopf geschossen hat.

Der Einsiedlermönch Martin Werlen spricht in seinem Buch schonungslos und doch einfühlsam die Problematik der riesigen und entsprechend sehr träge agierenden Kirchen-Maschinerie an, die sich zunehmend von der Dynamik ihrer Anhänger entfernen zu scheint. Gleichzeitig zeigt er mit Lösungsvorschlägen an, dass noch nicht alles verloren und verdammt ist und dass es sich umso mehr lohnt für ein Miteinander beherzt zu kämpfen.

Ich fühle mich von diesem Gedanken sehr "abgeholt" und erinnere mich dabei an die Aussage einer deutschen Studentin, die sich dafür einsetzt, dass auch Frauen das katholische Priesteramt irgendwann erfüllen können: "Die Kirche ist meine Familie. Wie oft ist man mit seiner Familie nicht einer Meinung? Wie oft streitet man sich in aller Heftigkeit? Weil einen das Gegenüber nicht egal ist. Meine Familie bleibt meine Familie, trotz allem. Und deshalb lohnt es sich zu kämpfen."

Zu spät.
Monday, Monday
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