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Wort zum Sonntag
18.11.2018 16:00

Vergänglichkeit.

Heute konnten wir, zur Überraschung einiger Gläubigen, die Krankensalbung im Gottesdienst empfangen. Das Datum mag gemäss dem katholischen Jahreskreis vielleicht etwas unkonventionell wirken, für mich kam sie jedoch goldrichtig: Derzeit kommt bei mir weiterhin Einiges zu kurz, da mich die Arbeit derzeit so sehr schlaucht, dass ich gerne jede freie Minute nur noch schlafend im Bett verbringen möchte... Sehr zum Nachteil meiner sportlichen Kondition und meiner Abnahme, meiner Determinationszeit und dem winzigen Bruchteil, der tatsächlich meine Freizeit ausmacht.

Ja, alles ist vergänglich; die Jahreszeiten und jede gute Phase, die sich im konstanten Wechsel mit Pechsträhnen und Vollversagen die Waage hält.
Es war mir ein grosser Trost, dass mir in der Predigt bewusst wurde, dass der HERR selbst in diesen Zeiten nicht fern ist. Dass es nicht immer die vorgefertigten Endlosgebete braucht, sondern ein aufrichtiger Gedanke alleine mehr wert sein kann als jede auswendig gelernte Litanei.

Ich denke, ich sollte damit anfangen, diese Hilfestellung für den Alltag auch zu akzeptieren, auch wenn mein innerer Perfektionist Saltos bei dem Gedanken schlägt. Besser ein kurzer Moment als gar kein Moment, weil es ja für die "Perfektion" zeitlich nicht reicht.
Ich sollte vermehrt anfangen zu akzeptieren, dass Menschsein einfach nicht perfekt IST, sonst wäre es nicht menschlich.
ich sollte vermehrt daran arbeiten, Hilfe annehmen zu können, auch wenn mein Perfektionismus dies nicht zulassen will.
Wird 'ne harte Nuss... Ich werde es zumindest versuchen.

Für den Wink mit dem Zaunpfahl, der einmal mehr zu rechten Zeit kam, bin ich jedenfalls dankbar, gerade aufgrund der letzten Tage. Ich fühle mich aufgefangen.

Ich bin dankbar.
Ich bin glücklich.

Die Zuflucht im Himmel
Aus Gründen...
Song der Woche

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