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Zweiter Fastensonntag
17.03.2019 08:10
Ausschnitt aus dem Hungertuch 2019

Das MISEREOR-Hungertuch 2019 „Mensch, wo bist du?“ von Uwe Appold
© MISEREOR

Zweite Hungertuch-Meditation: Der Ring

Mensch, wo bist Du?
Sieh nur, diese Gewalt!

Wie unser Haus, das uns schützend umgibt, so ist auch der Ring gezeichnet von Kampf und Leid. Doch was tut das seiner mächtigen Wirkung für einen Abbruch? Sie strahlt, seine Kraft, golden wie die Sonne, erhaben über all die winzigen Momente der Not, die letztendlich nur klein und unbedeutend wirken. Das Leid ist nicht von Dauer, der Ring jedoch, ohne Anfang und Ende, hat Bestand. So gilt auch noch immer der Bogen des Bundes, den der HERR mit dem Menschen namens Noah schloss...

Der Ring spendet uns das Licht des Lebens: So ist er die Flamme der Hoffnung. Für uns ungreifbar ist er doch immer da, denn er umschliesst jeden Aspekt unseres Lebens, auch dann, wenn wir ihn hinter dicken Mauern nicht zu erkennen vermögen. Durch die Lücke des Eingangs erkennen wir dennoch seinen verheissungsvollen Schimmer.

Seine wahre Grösse offenbart sich uns erst, wenn wir ihn aus einer anderen Perspektive sehen: Dann, wenn wir das Haus, unser Leben, zurücklassen und zu ihm in den Himmel emporsteigen. Dann erst erkennen wir, wie viel Raum dieser Spender des Lebens einnimmt, denn er ist der Raum unseres Lebens!

Fastentag 10

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